Do.. Sep. 17th, 2026

Jeder kennt sie. Jeder fürchtet sie. Niemand kann ihnen entkommen.

Die Pubertiere!

Was macht sie so furchterregend?

Zum Einen sind es die Hormone. Diese sorgen dafür, dass Stimmungen binnen Millisekunden mehrfach ins Extreme schwanken können. Im einen Moment lieben sie dich abgöttisch, im nächsten Moment solltest du den Blitzen, die aus ihren dich hassenden Augen geschossen kommen schnellstmöglich ausweichen.

Außerdem stellen dich die häufigen Machtkämpfe, die in keinem sinnvollen Verhältnis stehen häufig auf die Nervenprobe. So kann eine einfache Aussage wie: „Heute ist aber schönes Wetter.“ eine Diskussion vom Zaun brechen, die in keinem Debattierclub Platz finden würde.

Thema Körperhygiene ist auch so ein Ding. Entweder die Herrschaften kommen nicht mehr aus dem Bad und man muss sie aus der Badewanne zerren oder man darf nicht zu dicht an ihnen verbei laufen, da sonst der Dreck abbröckeln und Krater im Fußboden hinterlassen, nachdem er dort eingeschlagen ist.

Die gähnende Faulheit tut auch ihres dazu. An manchen Tagen müsste man eigentlich von der Krankenkasse Pubertätspfleger gestellt bekommen, die die schlaffen Körper in Bett und Couch regelmäßig wenden, damit diese keine wunden Stellen bekommen.

Außerdem wäre da noch das Horten. Dass die Pubertiere jemals den heimischen Bau verlassen kommt einem in dem Alter nicht in den Sinn. Dennoch scheinen sie sich ihren eigenen Hausrat anzusammeln. So kann es vorkommen, dass Geschirr und Besteck, Getränke, Lebensmittel (hauptsächlich Süßwaren) und andere Dinge, die meist von allen Bewohnern im Haus genutzt werden wollen, ins Bermudadreieck des pubertären Zimmers gezogen werden. Nach regelmäßigen Aufforderungen dies zu unterlassen und unter Androhnung das Taschengeld zu kürzen, um neues Gedöhns zu kaufen finden diese Gegenstände jedoch auf unerklärliche Weise von Schubladen, Schränken, unterm Bett oder weiß ich wo, den Weg zurück zur Küche. Dort abgestellt hört man einen leisen Chorgesang der Lebensmittel, die sich weiterentwickelt haben. Man schaut sie an, wundert sich über die hübschen Gesichter und ihre Frisuren, sie strahlen zurück und man vernimmt ein harmonisches: „MAMA“.

Es ist unfassbar. Man könnte meinen, sobald sich die Pubertät aktiviert, schaltet das Hirn und die ganze Evolution ab.

So viel zu meinem Alltag. Ich hoffe es geht dir mit deinem Pubertier besser und deine Nerven bleiben geschont.

In diesem Sinne wünsche ich dir morgen einen schönen Start in die Woche! Und denk daran: Sei schön lieb zu dir!

Von admin

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